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Presse


 

DIE RHEINPFALZ

Samstag, 18. Mai 2019
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Bad Dürkheim Land

Vom Taufbecken zum Brunnen

Taufbecken mit neuer Aufgabe: Das frühere Taufbecken der 2013 profanierten Hardenburger Kirche ist auf Initiative des Heimatvereins Hardenburg an der Straßenecke Seilerbahn/Schlossberg in neugestalteter Form als Schlossbergbrunnen der Öffentlichkeit übergeben worden. Der Brunnen soll die Ecke beleben. |rhp





DIE RHEINPFALZ
 
Dienstag, 07. Mai 2019 Drucken

Bad Dürkheim Land

Aus altem Taufstein sprudelt’s

Bad Dürkheim: Schlossbergbrunnen in Hardenburg wird eingeweiht

Von Andrea Zimmermann


 

Noch verhüllt wie von Christo: der künftige Schlossbergbrunnen. ( Foto: ANZI) 
Noch verhüllt wie von Christo: der künftige Schlossbergbrunnen.
 







Das frühere Taufbecken der 2013 profanierten Hardenburger Kirche St. Elisabeth wird am Freitag, 17. Mai, um 16 Uhr seiner neuen Bestimmung übergeben. Künftig soll der Taufstein auf Initiative des Heimatvereins Hardenburg die Straßenecke Seilerbahn/Schlossberg in neugestalteter Form als Schlossbergbrunnen verschönern. Die Öffentlichkeit ist zur Einweihungsfeier mit Umtrunk eingeladen.

Wertschätzung für Handwerkskunst und ortsansässige Tradition gehört zum Grundverständnis des Heimatvereins. Der hatte bereits bei der Profanierung der Kirche St. Elisabeth 2013 Kontakt mit der katholischen Kirchenverwaltung aufgenommen. Das Gebäude, 1965 erbaut, wurde wegen zu hoher Renovierungskosten und rückläufiger Zahl der Gemeindemitglieder damals aufgegeben. Die bischöfliche Profanierung am 26. Mai 2013 bekundete die „Entweihung“ als Gotteshaus und beendete somit dessen kirchliche Nutzung.

Der Heimatverein engagierte sich zunächst für den Altar aus rotem Sandstein im früheren Gotteshaus, das zum Verkauf angeboten worden war. „Da die Steinmetzarbeiten in der katholischen Kirche von Hardenburger Steinmetzen in ehrenamtlicher Arbeit ausgeführt wurden, war es für den Heimatverein selbstverständlich, sich um den Erhalt und die weitere Verwendung der steinernen Arbeiten im öffentlichen Raum zu bemühen“, betont der Erste Vorsitzende Manfred Rings. 2016 wurde der Altar im Ensemble mit einer Sitzgruppe aus Holz oberhalb der Kirche in der Straße Seilerbahn aufgestellt. Eine Infotafel soll die Sitzgruppe bald ergänzen und auf die Handwerkstradition der Seilhersteller im Ortsteil, nach der die Straße benannt ist, hinweisen.

Gleichzeitig mit dem Altar wurde auch das Taufbecken in ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen aus der früheren Kirche, die derzeit vom Käufer Kai Zaun in Wohn- und Nutzraum umgestaltet wird, abtransportiert. „Das Taufbecken haben wir nach einem Entwurf von Claudia Held-Bez durch Steinmetz Wolfgang Forster umgestalten lassen“, so Rings. Der Stein werde als Brunnen mit steinernen Vögeln verziert. „Die Straßenecke soll durch die Neugestaltung belebt werden, eine schöne Beleuchtung ist ebenso vorgesehen“, erklärt Rings. Gespeist werde der Brunnen durch das kühle Nass aus dem Bach, verbunden mit einen schon in früheren Zeiten genutzten Wasserschacht.



Pressemitteilung : Jahreshauptversammlung vom 23.03.2019

 

 
Mit fast 200 Mitgliedern ist die Vereinsgröße des Heimatvereins Hardenburg e.V. nicht nur beachtlich, sondern auch erstaunlich stabil. Gleichwohl gab der 1. Vorsitzende Rings in seinem Bericht zur Mitgliederversammlung zu bedenken, die Zahl der aktiven Mitglieder dürfe gerne noch wachsen. Rings erinnerte daran, welchen Anteil der Heimatverein an der dörflichen Gemeinschaft Hardenburgs hat. Das Fastnachtsfeuer, der Stabausumzug, und nicht zuletzt die Kerwe Hardenburg gehören so untrennbar zum Dürkheimer Ortsteil wie der Heimatverein auch. Auch außerhalb des Ortsteils ist der Verein aktiv, so zuletzt 2018 beim Dürkheimer Advent.
Auf die Beweidung des Bergsporns unter der Hardenburg kam Rings mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu sprechen: im abgelaufenen Vereinsjahr habe man einerseits 10 Jahre Beweidung durch den Heimatverein feiern können, andererseits auf 30 Jahre kontinuierliche Pflege zurückblicken dürfen. Der Starkregen vom 07.06.2018 stelle andererseits eine Zäsur dar (die Rheinpfalz berichtete). Laut einem Gespräch mit dem Liegenschaftsleiter von Burgen, Schlösser Altertümer, sei aufgrund geologischer Untersuchungen derzeit der gesamte Hang, sowohl die Nord- als auch die Südseite oberflächlich nicht standsicher. Weitere Sicherungsmaßnahmen müssten daher zunächst geplant und umgesetzt werden. 30 Jahre ehrenamtliches Engagement bei der Freihaltung des Bergsporns gingen damit zu Ende.
Nach über 30 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit in leitender Funktion für den Heimatverein wurde der Ehrenvorsitzende Reinhold Höhn bereits im Rahmen der Stadtratssitzung am 11.12.2018 die Ehrennadel der Stadt Bad Dürkheim in Gold überreicht.
Nach dem überzeugenden Rechenschaftsbericht und der gewohnt zuverlässigen Berichterstattung der Vereinskasse wurde der Vorstand einmütig entlastet. Mit fast 50 Mitgliedern war die Jahreshauptversammlung zudem sehr gut besucht.


Bad Dürkheim, den 26.03.2019

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Stephan Solomon
Pressewart