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Grußwort Fürst zu Leiningen

 

Über zweihundert Jahre ist es her, dass meine Familie aus ihrer Heimat um Dürkheim und der Hardenburg floh. Die Flucht vor den französischen Revolutionstruppen sollte für sie zum endgültigen Abschied von dem Land werden, das für viele Jahrhunderte die Heimat meiner Familie war.

 

Seit mein Vorfahr Jofried, um das Jahr 1320, die etwa 100 Jahre zuvor erbaute Hardenburg zu seinem Wohnsitz machte und die Burg zum Stammsitz der Linie Leiningen-Hardenburg wurde, war sie für mehrere Jahrhunderte der gut befestigte Wohnplatz meiner Familie.

Erst 1725 siedelte unsere Familie in das nahe Dürkheim über, wo man sich bald darauf im Stil der Zeit ein neues Schloss baute und einen ausgedehnten Lustgarten anlegte. Doch hier war unserer Familie bis zur Flucht nur eine vergleichsweise kurzfristige Bleibe gestattet.

 

Herr Reinhold Höhns, der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins Hardenburg, hat in seiner umfangreichen Festrede das Schicksal unserer Familie dargestellt, doch ist es ihm gelungen auch immer wieder die Lebensumstände der Menschen rund um die Hardenburg und Dürkheim zu beleuchten, die ja mit der Geschichte unseres Hauses eng verknüpft waren.

 

Dem Leininger Land, der Landstrich, der immer noch den Namen unserer Familie trägt, besonders den alten Herrschaftszentren Hardenburg und Dürkheim, fühlt sich unsere Familie und fühle ich mich weiter verbunden, und es freut mich, dass dieses Gefühl auch von Bewohnern dieses Landes geteilt wird.

Diese Verbundenheit kommt vielleicht davon, dass diese Städte und Dörfer sowohl vom Herrschaftshandeln unserer Familie geprägt sind, die Eigenheiten dieser Landschaft und ihrer Menschen aber auch meine Vorfahren geprägt haben.

 

Meiner Familie war nach zehn Jahren der Ungewissheit ein neues Land im Odenwald, am Neckar und am Main zugewiesen worden, doch sie hätte es gerne für die alte Heimat wieder eingetauscht. Man unterließ in den ersten Jahren von Amorbach aus keinen Versuch das Land jenseits des Rheins im Pfälzer Wald und in den Reben an der Hardt wieder zurückzugewinnen - doch vergebens. Zweihundert Jahre lebt meine Familie nun im Odenwald. Amorbach ist ihr zur neuen Heimat geworden.

 

Gerne komme ich der Bitte des Heimatvereins Hardenburg e.V. nach und grüße die Leser dieser Schrift,mit der die Rede Reinhold Höhns eine weitere Verbreitung finden soll.

 

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Andreas Fürst zu Leiningen

Grußwort des Bürgermeisters für die Broschüre

800 Jahre Burg Hardenburg (1214-2014) und 400-jährige Residenz der Grafen von Leiningen-Hartenburg (1318-1725)“

Die Ruine der Hardenburg ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten unserer Stadt und mit ihren fast schon gigantischen Ausmaßen eine der größten Schloss- und Festungsruinen in der Pfalz. Nicht nur für Kinder stellt es ein besonderes Erlebnis dar, ihre Türme und Mauern zu erklimmen, die teils geheimnisvollen Räume zu erkunden und die herrlichen Aussichten von den verschiedenen Plattformen zu genießen.

Seit wenigen Jahren hat die Hardenburg ein Besucherzentrum, das eine Dauerausstellung zu ihrer Geschichte beherbergt und die Gäste mitnimmt auf eine multimediale Reise in die Vergangenheit, in die Zeit der Grafen von Leiningen-Hartenburg, die sie viele Jahrhunderte lang bewohnt und zur Residenz ausgebaut haben.

Das „Feste Schloss“ am Eingang zum Isenachtal diente auch den Menschen aus Dürkheim und der Umgebung als Ort der Zuflucht und hielt vielen feindlichen Angriffen und kriegerischen Auseinandersetzungen stand. Erst zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Hardenburg durch französische Revolutionstruppen so weit zerstört, dass nur eine Ruine übrig blieb. Diese Ruine ist aber auch heute noch so imposant, dass sie viele Menschen in ihren Bann zieht.

Umso mehr freue ich mich, dass Reinhold Höhn als an der Geschichte stark interessierter Mitbürger aus dem Ortsteil Hardenburg, die Historie der Burg und die der Leininger sehr detailliert zusammengetragen und für seine Rede beim Waldfest 2013, hier zu Papier gebracht hat.

Dem Heimatverein Hardenburg danke ich dafür, dass er es ermöglichte, diese Rede und damit viele Fakten zur Burg und zu den Leininger Grafen durch die Veröffentlichung einer Broschüre einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

All denjenigen, die ihr Wissen über die Geschichte der Hardenburg vertiefen möchten, kann ich die Lektüre der Broschüre nur empfehlen.

Wolfgang Lutz


Grußwort/Vorwort für Broschüre

Seit über 75 Jahren kümmert sich der Heimatverein Hardenburg e.V. um das kulturelle Erbe in unserer Region speziell um Hardenburg.

Ein Hauptziel ist es das Wissen über die Dorfgeschichte zu bewahren und dieses im öffentlichen Raum jedem Interessierten unmittelbar nahe zu bringen.

Hierzu gehören Festvorträge im Rahmen des Hardenburger Waldfestes, Bilderausstellungen zu speziellen Themen, wie z.B. „Entlang der Isenach“, „Dorfgeschichte“, Herausgeber des Hardenburger Buches, Stiftungen von Skulpturen und Brunnenanlagen, sowie aktuell das Projekt „Infotafeln“, welche an markanten Punkten im Ortsbezirk auf Historisches, Wissens- und Sehenswertes aus der Hardenburger Geschichte verweisen.

Eine besondere Rolle in der Vereinsarbeit nimmt die Schloss- und Festungsruine Hardenburg bei uns ein. Die Modelle der Burgruine und der Rekonstruktion -anno 1590- stehen stellvertretend für diese Aktivitäten. Seit nunmehr 7 Jahren wird der Bergsporn unter Federführung des Heimatvereins von Ziegen beweidet, damit das Hardenburger Wahrzeichen weiterhin dominant über dem Dorf „erlebbar“ ist.

Das angestammte Waldrecht, auf Holzversorgung der Gemeinde von den Leininger Grafen im 15. Jahrhundert erteilt, wurde vom Bayerischen Staat 1839 ausgesetzt. Der langjährige Rechtsstreit der Gemeinde wurde gewonnen. In einer Bürgerversammlung am 28.12.1865 fassten die 81 betroffenen Familien den Beschluss die Entschädigungssumme von 39.000 Gulden – entsprach zwei Jahresgehälter eines Arbeiters- zu Gunsten des Allgemeinwesens zu spenden.

Der Entschluss der Hardenburger Bürger, trotz ihrer Armut auf eine derartige Geldsumme zu verzichten, um die Zukunft aller Bürger zu sichern, ist der Grund, warum die Bevölkerung des Ortsbezirks Hardenburg in jedem Jahr ihr Waldfest am 28. Dezember feiert.

In seiner Waldfestrede 2013 hat unser Ehrenvorsitzender und Hobbyhistoriker Reinhold Höhn, die Grundlage um die Geschichte und Zusammenhänge der Leininger und Wittelsbacher in unserer Region unter dem Titel:

800 Jahre Wittelsbach am Rhein

sowie

800 Jahre leiningische Burg Hardenburg,

vorgetragen.

Anlässlich des 150. Waldfest am 28.12. 2015 haben wir den Vortrag in einer Broschüre aufgelegt, um das Wissen zu bewahren und einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Beim Lesen und Eintauchen in die Geschichte der Leininger und Wittelsbacher wünschen wir Ihnen viele neue Erkenntnisse.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Rings

1.Vorsitzender